Montag, 08 September 2014 09:09

Reihenfolge meiner Bücher

Ich werde häufig gefragt, welche Reihenfolge meine Bücher haben, weil zwischen meinem dritten Buch EIN LAND DAS HIMMEL HEIßT und dem vierten und fünften Buch SCHATTEN IM WASSER und FEUERWIND ein zeitlicher Rücksprung von fast 150 Jahren ist, was zugegeben etwas verwirrend ist.

 

Die Erklärung ist meine unstillbare Neugier: als ich in EIN LAND DAS HIMMEL HEIßT zum ersten Mal über die Familie von Jill (geb. Court, verw. von Bernitt, verh. Rogge) auf INQABA schrieb, wollte ich herausfinden, wie und wann die Vorfahren der Familie nach Südafrika gekommen sein könnten. Ich hatte vor, diesem Thema sechs oder sieben Seiten zu widmen.

 

Es sollte anders kommen:

 

Nachdem ich Berge von antiquarischen Büchern (in ebenso antiquarischem Englisch) - meist Autobiografien aus dem 19. Jahrhundert - in Südafrikas Bibliotheken durchforstet hatte, war ich restslos fasziniert.

 

In einer Zeit, als das industrielle Zeitalter in Europa bereits in vollem Gang war, war das Leben der Siedler im Busch ein Kampf ums nackte Überleben. Auf ihrem Trek in die Wildnis konnten sie meist nur das Nötigste mitnehmen, alles andere mussten sie selbst herstellen. Eine Unterkunft bauen, Möbel zimmern, Stachelschweinstacheln oder langen Fischgräten in Nähnadeln umwandeln usw. Dinge zerbrachen, Wäsche zerschliss, Kleidung wurde unbrauchbar, und die Aussicht, sich über eine Woche im Ochsenkarren durch dichten Busch und reissende Flüsse zu kämpfen, um nach Durban zu gelangen, hat die Siedler meist veranlasst, sehr kreativ zu werden.

 

Je mehr ich las, desto mehr Anregungen bekam ich und häufte dabei ein ganz spezielles Wissen an: zum Beispiel, wie sich ein Mann ausrüstet, der auf dem Pferd allein für einen Monat zur Jagd im Busch aufbricht, welche Wildpflanzen essbar sind und welche giftig. Um in einem der Bücher schreiben zu können: 'Sie biss in eine Guava', musste ich 3 Bücher lesen, um zu erfahren, ob es zu der Zeit schon Guavas in Südafrika gab und wer sie dorthin gebracht hat.(das deutsche Mittelalter ist deutlich besser dokumentiert, als Afrika im 19. Jahrhundert).

 

Rezepte - wie zum Beipiel Marmelade oder Kompott aus Amatungulufrüchten - habe ich in Südafrika selbst ausprobiert (schmeckt übrigens sehr aromatisch), auch gezuckerte Passionsfrucht mit Schlagsahne kann ich nur empfehlen!

 

Über zwanzig Bücher habe ich im Flugzeug mit nach Deutschland geschleppt,

und am Ende wurden aus den geplanten sechs oder sieben Seiten dann diese zwei historischen Bücher SCHATTEN IM WASSER und FEUERWIND, die die Zeitspanne von 1848 bis ungefähr 1870 umfassen und jeweils um 750 Seiten dick sind.

 

Die Recherche hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, obwohl sie außerordentlich zeitraubend war und ich mit dem Abgabetermin des Verlages ziemlich unter Druck geriet. Danach brauchte ich dringend Geschichten, in denen es Telefon, Internet, Email, Flugzeuge, schnelle Autos usw. gab, und meine Protagonisten statt eine Woche im Ochsenkarren durch die Wildniszu trekken um Durban zu erreichen, zwei Stunden mit dem Auto fuhren. Und dafür erübrigt sich eine aufwendige Recherche, da ich jedes Jahr ein paar Wochen in KwaZulu-Natal verbringe und vor Ort recherchiere. In Deutschland lese ich täglich Online mehrere südafrikanische Zeitungen, um auf dem letzten Stand zu sein, denn das Land verändert sich so rasant, dass es atemberaubend ist.

 

Auf meiner Webseite können Sie die einzelnen Buchtitel anklicken und Näheres über den Inhalt erfahren.

Ganz herzliche Grüße!

Was für ein Auflauf, welch ein Erlebnis, was für ein Spaß!

 

Donnerstag, 14 August 2014 17:50

Lesungen im Herbst 2014

 

 Mittwoch, den 10. September 2014

19.30 Uhr

Gemeinebücherei Henstedt-Ulzburg

Hamburger Str. 22a

24558 Henstedt-Ulzburg

 

 

 

 

 

 

Freitag, den 24. Oktober 2014

20.00 Uhr

Dorfgemeinschaftshaus der 

Gemeinde Ammersbek

"Pferdestall"

Am Gutshof 1

22949 Ammersbek

 

Montag, 23 Dezember 2013 09:55

Weihnachten 2013

22. Dezember 2013

Irgendwie fließen die Wochen bis Weihnachten für mich immer schneller ineinander, vielleicht weil ich in der dunklen Zeit meinen Blick jedes Jahr sehnsüchtiger auf den 21. Dezember hefte, nach dem die Tage endlich wieder länger und heller werden. Obwohl es heute grau und kalt bei uns ist, der Sturm den Regen gegen die Fenster schlägt, und die Sonne nicht mal als heller Schimmer zu sehen war, bilde ich mir ein, dass das Licht bereits Frühlingsspektrum hat, und dann geht es mir gleich sehr viel besser.

Ich wünsche also – spät, aber um so herzlicher - allen meinen Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich wunderbares Neues Jahr.

Nachdem die Hektik der Vorweihnachtszeit  vorbei ist,  kann ich mich endlich (!) wieder in Ruhe in meine neue Geschichte zurückziehen und der Wirklichkeit in die Wärme Afrikas entwischen.  Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Menschen, die meine Bücher bevölkern, die ich so gut kenne wie meine eigene Familie und die längst zu Freunden geworden sind. Klingt ein bisschen „spöksch“, wie wir Norddeutschen sagen, aber manchmal vergesse ich, dass meine Figuren - so wie sie in den Büchern beschrieben sind -, nur in meinem Kopf existieren.

Die meisten auf jeden Fall....

Bis bald!

Ihre

Stefanie Gercke

Montag, 04 November 2013 10:23

Nachtsafari ist auf dem Markt

NACHTSAFARI ist auf dem Markt, die Frankfurter Buchmesse ist vorbei, und meine Tage werden jetzt hoffentlich etwas entspannter verlaufen, und ich mehr Zeit habe, mich um meine HomePage zu kümmern.

Die Vorbereitung für die Lesungen (in den Ferien auf Mallorca!) dauerte wie üblich fast zwei Wochen, weil ich immer aus dem gesamten Text eine Kurzgeschichte komponiere, die spannend sein soll, aber natürlich nicht viel über den tatsächlichen Handlungsverlauf verraten darf  ;-D.

Dabei überschlage ich ganze Kapitel und lese pro Seite oft nur einen Absatz oder wenige Zeilen.  Wie das dann aussieht, zeigt das „Lese-Exemplar“!

Anfang Oktober war die Frankfurter Buchmesse. Es  war aufregend, anstrengend, aber wie jedes Mal ein großer Spaß, und ich bin wieder hochmotiviert!

Danach folgten die ersten Lesungen (kein Stress, sondern reines Vergnügen. Ich liebe den Kontakt zu meinem Publikum).

Und nun schreibe ich bereits wieder am nächsten Buch...

 



Erfahren Sie mehr



Das Lektorat ist geschafft, Mitte August wird NACHTSAFARI gedruckt, und Ende September ausgeliefert.

 

NACHTSAFARI - Klappentext

 

Angeblich ist Marcus Bonamour, Leiter einer Firma für seltene Erden, noch nie in Südafrika gewesen. Doch kaum ist er mit seiner Verlobten Silke dort angekommen, wird sein Verhalten zunehmend rätselhaft. Auf einer Safari werden die beiden von einem schwarzen Ranger verfolgt. Und als sie bei Einbruch der Nacht in eine riesige Elefantenherde geraten und den massiven Angriff der wütenden Dickhäuter nur knapp überleben, werden sie von dem Ranger überfallen. Marcus wird entführt, und Silke bleibt allein in der Dunkelheit im Wildreservat zurück. Voller Angst macht sie sich auf die Suche nach Marcus. Überraschend stößt sie im nächtlichen Busch auf eine Gruppe Zulus, die sie auf die Farm Inqaba bringen.

 

Doch statt Mitgefühl schlägt ihr dort Misstrauen und sogar Hass entgegen. Die Anwesenden unterziehen sie einem harten Verhör in dessen Verlauf furchtbare Anschuldigungen gegen Marcus erhoben werden. Verzweifelt verteidigt sie seine Unschuld, aber in ihrem Innersten gären die schlimmsten Zweifel.

 

Jetzt denke ich über die nächste Geschichte nach – wenn das Wetter schön ist, an meinem Sommerarbeitsplatz. Eine herrliche Zeit, wenn ich meiner Fantasie keine Grenzen setzen muss, und zum Beispiel darüber nachdenken kann, ob meine Figuren mal einen Abstecher nach Deutschland machen sollten. Oder Afrika sogar ganz den Rücken kehren? Ich weiß es noch nicht. Es gibt noch viele Geschichten, die ich erzählen möchte.

 

 

Freitag, 21 Juni 2013 10:56

NACHTSAFARI

NACHTSAFARI

Es ist geschafft! Ich habe das Manuskript für mein neuntes Buch – es heißt NACHTSAFARI – an meinen Verlag (Heyne) geschickt. Fast eineinhalb Jahre habe ich jeden Tag von morgens (nicht ganz so früh) bis abends (ziemlich spät) mit meinen (fiktiven) Freunden zugebracht, kenne sie so gut wie mich selbst. Nachts lagen Notizbuch, Stift und eine kleine Taschenlampe für etwaige nächtliche Einfälle neben meinem Bett parat. Je näher der Abgabetermin rückte, desto voller wurde das Notizbuch, und meine Augenringe vertieften sich wegen zunehmender Schlaflosigkeit zu Furchen.

Mein Lektor liest jetzt, und wie immer, wenn ich eine Geschichte zu Ende gebracht habe, laufe ich mit hängenden Ohren herum, fühle mich so verloren, als hätten mich alle meine Freunde verlassen.

Das einzige Gegenmittel ist - wie ich längst herausgefunden habe - sofort mit einer neuen Geschichte anzufangen. Um endlich meine Freunde wieder zu treffen – oder neue zum Leben zu erwecken... mal sehen.... Das Notizbuch liegt vorsichtshalber schon wieder auf seinem Platz neben meinem Bett.

Montag, 22 April 2013 07:21

Auf Recherche in Südafrika 2013

Auf Recherche in Südafrika 2013.

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